HERMANN-EHLERS-SCHULE

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„Snacks and talks“ mit US-amerikanischen Sozialkundelehrern

Nachdem im vergangenen Jahr bereits Pädagoginnen und Pädagogen aus dem asiatischen Raum die Hermann-Ehlers-Schule besuchten, stand kurz vor den Sommerferien wieder hoher Besuch aus dem Ausland an: Zwölf Lehrer aus North Dakota waren im Rahmen ihrer einwöchigen Bildungsreise auch nach Hessen gekommen, um einen Vormittag in unserer Schule zu verbringen.
Englischlehrer Sascha Mohr begleitete die Gruppe auf ihrer Fahrt von ihrem Frankfurter Hotel nach Erbenheim und erzählte ihnen währenddessen vom Airfield, der Luftbrücke und der zukünftigen „Housing Area“.
Während des gemeinsamen Frühstücks an der reichlich gedeckten Tafel in der Mensa nutzten die US-amerikanischen Sozialkundelehrer den offiziellen Programmpunkt „Snacks and talks with teachers of the school“ für einen lebendigen Erfahrungsaustausch. Mit großem Interesse lauschten sie den Willkommensworten von Schulleiterin Annegret Lilge und stimmten ihr in ihrer Aussage überein, dass viele Eltern froh über das Zusammensein ihrer Kinder außerhalb der virtuellen Welt und im Rahmen der HES als Ganztagsschule seien. Herr Weber, Moderator der Veranstaltung, schilderte zudem ausführlich das Schulbild der HES und bot seinen amerikanischen Kollegen damit weitere Gesprächsgrundlagen. Dabei stellten beide Seiten fest, dass einerseits ähnliche soziale Werte in ihren Schulen gelebt werden, andererseits dass die Belegung der Klassenräume so unterschiedlich sind. Während in Deutschland grundsätzlich der Lehrer von Klasse zu Klasse pendelt, hat der Pädagoge in den USA seinen eigenen, büroähnlichen Klassenraum.
Daher war es für die Lehrerinnen Beth Ekre, Sarah Lacher, Jennifer Mastel, Brett Mayer sowie Emily Phillips und ihre Sozialpädagogik-Kollegen Jon Martinson, Brian Filibeck, Jason Ingersoll, Brent Jiran, Lawrence Lasch, Rodney Merkel und Michael Netzloff im Anschluss umso spannender, selbst den Unterricht mehrerer Klassen besuchen zu können.
Bereits auf dem Weg dorthin zeigten sich die Lehrer aus den USA angetan vom großzügigen, grünen Gelände ihrer Wiesbadener Besuchsschule.
In der Klasse 5d war kaum ein Mucks zu hören, als ihr Klassenlehrer Herr Mohr seinen Schützlingen die kleine Gruppe der amerikanischen Kollegen vorstellte. Die jungen Schüler zeigten sich, von Herrn Mohr mit Übersetzungen ins Englische unterstützt, von Anfang an offen gegenüber ihren Gästen aus Amerika und begrüßten sie mit ihrem eigenen Spruch-Ritual auf Englisch. Aber auch die Sozialkundelehrer Ingersoll, Martinson, Filibeck und Jiran ließen sich wissbegierig die Unterrichtsabläufe mit einzelnen Aufgabenfeldern von den Fünftklässlern erklären und schauten diesen bei ihrer „Individuellen Lernzeit“ (ILZ) gerne über die Schulter.
In Herrn Webers 8b zu Gast waren die Amerikaner Ekre, Lacher, Netzhoff und Phillips. Seine vier Kollegen aus North Dakota lauschten gespannt mehreren von den Schülern in Gruppen vorbereiteten Kurzpräsentationen über den Ursprung der US-Amerikaner und belohnten jeweils den Vortragenden mit einem gesunden Souvenir aus ihrer amerikanischen Heimat.
In einer weiteren Unterrichtsstunde besuchten ein paar Türen weiter Lasch, Mastel und Merkel den Unterricht von Herrn Panitz, Klassenlehrer der 8a. Dabei stellten die Schüler viele Fragen an ihre amerikanischen Gäste und waren erstaunt über die vielen Stationen, die diese bei ihrer Rundreise durch Deutschland im Anschluss noch bereisen würden. Nach den noch sehr lebendigen Unterrichtsstunden fanden sich die zwölf Gastpädagoginnen und –pädagogen wieder in der Mensa zum finalen Gespräch ein, in dessen Rahmen Schulleitungsmitglied Herr Seelmann-Eggebert jedem seiner Gäste eine Flasche Rheingau-Wein überreichte.
Ausgestattet mit umfangreichem Material über die HES, brach die gutgelaunte Gruppe der amerikanischen Sozialkundelehrer mit ihren Begleitern Herrn Pinnow und Frau Metzen (Geschäftsführerin des organisierenden Vereins „Atlantik-Brücke“ Berlin) nach einem gemeinsamen Gruppenfoto zu ihrer nächsten Station, dem ZDF in Mainz, auf.
Weitere Stationen der amerikanischen Lehrer waren unter anderem Köln, Potsdam und Berlin, von wo aus sie Ende Juni in ihre US-amerikanische Heimat zurückflogen.

Quelle: Christin Lilge.“Snacks and talks“ mit US-amerikanischen Sozialkundelehrern in Erbenheimer Ehlers-Schule. EA, 01.07.2011.